FREIRÄUME

Im Rahmen des Projekts FREIRÄUME sollen in mehreren Gemeinden multifunktionale Räume entstehen. Das Konzept fokussiert sich im Wesentlichen auf drei Säulen:

  • Säule „Coworking“: Mit der Säule „Coworking“ sollen die FREIRÄUME durch gut ausgestattete Arbeitsplätze und digitale Infrastruktur adäquate Alternativen zum Homeoffice-Arbeitsplatz bieten. Diese zeitlich flexibel nutzbaren Angebote sind v.a. für Freiberufliche, Pendlerinnen und Pendler und Studierende attraktiv. Durch die gemeinsam genutzten Räumlichkeiten kann voneinander gelernt und eine Community für Wissensaustausch und soziale Kontakte aufgebaut werden. So treffen Menschen aufeinander, die sich im normalen Arbeitsalltag nie begegnet wären und neue Ideen und Innovationen entstehen.
  • Säule „Smarter Tourismus“: Mit der Säule „smarter Tourismus“ können FREIRÄUME für Kunst und Kultur bereitgestellt werden. Dies reicht von der virtuellen Tourismusinformation über Ausstellungen bis hin zu digitalen Erlebnispfaden. Durch die Verwendung digitaler Techniken wird der Tourismus in der Region und darüber hinaus erlebbarer und anschaulicher gestaltet.
  • Säule „nutzungsoffene Räume“: Durch die Säule „nutzungsoffene Räume“ werden für die verschiedensten Nutzergruppen Orte der Begegnung geschaffen, was der bestehenden Raumnot in vielen Kommunen entgegenwirkt. Egal ob Treffen der Musikschule, Yogakurse, Lesungen, Ausstellungen oder Repair-Café: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die FREIRÄUME adressieren die Bedürfnisse und Ideen der Menschen vor Ort und laden zur Mitgestaltung ein.

 

Besonders wichtig bei diesem Projekt ist die Bürgerbeteiligung durch Workshops, Umfragen und aktive Teilhabe. Schließlich gilt: Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort wissen selbst am besten, was ihre Gemeinde braucht – und wo Potenziale schlummern. Nur wenn sie mitmachen, können die Ideen mit Leben gefüllt werden.

 

Ziele

 

  • Lebendiger Ortskern: Die Gemeinschaft wird gestärkt, Leerräume werden wiederbelebt und erhöhen so die Aufenthaltsqualität in den Kommunen.
  • Flexible Arbeitsmöglichkeiten: FREIRÄUME ermöglichen moderne Arbeitsformen, bilden Alternativen zum Homeoffice und lassen neue Netzwerke entstehen.
  • Vorbild: Die hier erarbeiteten Konzepte sollen auch für andere Kommunen der Metropolregion einen Mehrwert bieten, indem Erfahrungswerte gesammelt und für den Aufbau weiterer FREIRÄUME über das Projekt hinaus nachhaltig genutzt werden. Aber auch schon während der laufenden Projektmonate besteht ein enger Austausch zwischen den Pilotkommunen, der weiter verstetigt werden soll.

Pilotkommunen

Organisation und Finanzierung

 

Die FREIRÄUME sind Teil des Förderprojekts „Smarter, nachhaltiger Tourismus“ des Verbands Region Rhein-Neckar (VRRN), das 2021 gestartet ist. Der VRRN, der Rhein-Neckar-Kreis und die Stadt Heidelberg arbeiten hier eng zusammen. Ziel des Projekts ist es, die Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Region zu stärken und gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu fördern. Durch das Teilprojekt FREIRÄUME sollen in den teilnehmenden Kommunen zusammen Investitionen von rund vier Millionen Euro freigesetzt werden. Mit der Projektförderung können die FREIRÄUME dabei um 65 Prozent (entspricht rund 2,6 Millionen Euro) durch Mittel des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat finanziert werden.

Die Stabstelle Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises koordiniert das Teilprojekt FREIRÄUME. Sie übernimmt neben administrativen Aufgaben auch Impulse und Hilfestellungen für die Pilotkommunen, aber auch die Verbindung zum Gesamtprojekt und den anderen Teilprojekten.

 

Zeitplan

 

Das Gesamtprojekt teilt sich in zwei Phasen auf: Die Strategiephase fand von September 2021 bis Ende 2022 statt. Aktuell befinden sich die ersten Kommunen im Übergang zur Umsetzungsphase, die bis August 2026 dauern wird. Langfristig sollen die FREIRÄUME in einem wirtschaftlich tragfähigen Konzept weitergeführt werden.

2022 erstellte ein externer Dienstleister individuelle Umsetzungskonzepte in den vier Pilotkommunen. Durch Beteiligungsworkshops und Umfragen bezog er dabei verschiedene Interessensgruppen mit ein. Im Anschluss an die Konzeption erfolgt eine ca. zweimonatige Testphase, um die Konzepte anpassen und zum Ende der Strategiephase evaluieren zu können. Nach der Testphase müssen die jeweiligen Gemeinderäte und kommunalen Gremien ihre Genehmigung erteilen, um die Umsetzung zu starten. Diese enthält Umbaumaßnahmen, die Einrichtung und schließlich die Inbetriebnahme der FREIRÄUME.

Die Pilotkommune Nußloch hat sich nach der Strategiephase für den Ausstieg aus dem Projekt entschieden, da der Abschluss im Rahmen des vom Fördermittelgeber vorgegebenen Projektzeitraums nicht möglich gewesen wäre. Die Gemeindeverwaltung Nußloch verfolgt die Umsetzung des Projekts weiterhin außerhalb des Förderrahmens.

Ansprechpartner

Stabsstelle Wirtschaftsförderung

Sarah Reisinger
Kurfürsten-Anlage 38-40
69115 Heidelberg

E-Mail: s.reisinger@rhein-neckar-kreis.de
Telefon: 06221 522-1321